Apfelbäumchen gepflanzt
Die Damen der Zirndorfer SPD pflanzten zusammen mit Walter Liebel und den Kindern von der „Spielkiste” im Pinderpark einen Apfelbaum. Und damit die Kinder auch gleich sehen konnten, was auf dem Baum zukünftig wächst, bekamen sie noch eine Kiste Äpfel geschenkt.

Der Lokalanzeiger - Ausgabe Stadt Zirndorf vom 21.10.2011
Bayernweite "Aktion Rollentausch 2011"
Staatssekretär Schmidt besucht Kindergarten klitzeklein in Zirndorf"

Kaffeemahlen: Die Kinder zeigen Staatssekretär Christian Schmidt wie es geht. Im Hintergrund Gabi Bohrer, Geschäftsführerin des Freundeskreises Familienzentrum Zirndorf e.V., und Michaela Hartmann, Leiterin des Kindergartens klitzeklein. (rechts)
Im Rahmen der „Aktion Rollentausch 2011“ der sozialen Einrichtungen in Bayern hat Parlamentarischer Staatssekretär Christian Schmidt MdB am Donnerstag, den 6. Oktober 2011, den Kindergarten klitzeklein des Freundeskreises Familienzentrum Zirndorf e.V. besucht. Bei einem Rundgang informierte er sich über die Einrichtung und ging den Erzieherinnen bei ihrer Arbeit mit den Kindern zur Hand.
Die „Aktion Rollentausch“ wird von den sozialen Einrichtungen in Bayern vom 4. bis 14. Oktober 2011 durchgeführt und findet bereits zum fünften Mal statt. Sie bietet Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Medien die Gelegenheit, die Perspektive zu wechseln, einen Rollentausch vorzunehmen und soziale Arbeit und Pflege in der Praxis kennenzulernen. Der „Rollentausch“ beruht auf einer Initiative des Forums Soziales Bayern, das 2005 vom Bayerischen Sozialministerium gegründet wurde. Es dient dazu im Dialog zwischen Wohlfahrtsverbänden, Politik und Wirtschaft die Strukturen für ein soziales Bayern weiterzuentwickeln und die Notwendigkeit der sozialen Arbeit und Pflege wieder mehr in die öffentliche und politische Wahrnehmung zu rücken.
Die künftigen Kinderhäuser Familienzentrum-Neubau in der Krippen-Ausbauplanung
SABINE DIETZ
Eine klare, funktionelle Formensprache zeichnet die Gebäude, die das Team von Peter Dürschinger plant, aus. Auch die drei Kindertagesstätten, die das Fürther Architektur-Büro für Zirndorf entwirft, folgen dieser Handschrift. Mit dem Anbau für den Kindergarten Mittendrin im Pinderpark (im Bild) will Dürschinger beispielsweise wieder
„etwas Natur in den Pinderpark“ zurückbringen.
ZIRNDORF— Die Betreuungslandschaft der Bibertstadt für die Zeit ab August 2013, wenn Eltern auch für ihre unter dreijährigen Kinder einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz haben, nimmt Gestalt an. Dem Stadtrat hat das Fürther Architekturbüro Dürschinger die fast genehmigungsreifen Entwürfe für die drei geplanten Projekte präsentiert. Mit aufgenommen in den größten, im Zentrum der Stadt vorgesehenen Gebäudekomplex ist auch ein Neubau für das Familienzentrum (FZ). Eine überraschende Entwicklung, von der FZ-Geschäftsführerin Gabi Bohrer schlicht begeistert ist: „In dem Neubau können wir endlich unser Konzept vom Mehrgenerationenhaus realisieren. Zudem erhalten wir — was wir uns schon lange wünschten — ein ebenerdiges Café mit großen Schaufenstern, das nach außen einladend und freundlich wirkt.“ Und nicht zuletzt wertet Bohrer den Neubau als Anerkennung des FZ-Engagements. Zeige das doch auch, dass sich die Stadt nach 15 Jahren, während der sich die Initiative als Drehscheibe für Familien etabliert hat, „ein Zirndorf ohne FZ nicht mehr vorstellen kann“. Das Angebot am bisherigen Standort in der Bahnhofstraße 35, wo Kinder im Alter von zwei Jahren bis in die Grundschulzeit betreut werden, konnte die Initiative vorübergehend nur noch über einen ausgetüftelten Raumbelegungsplan aufrechterhalten. Entspannung brachte die Auslagerung der Kleinkinder-Betreuung und des offenen Treffs ins Erdgeschoss des Nachbarhauses. Trotzdem, so Bohrer, „sind die Räume nicht ideal“, speziell die Freiflächen genügen der Fachaufsicht nicht. Doch Haus und Wohnung, „sind von der Stadt für teures Geld angemietet, also lag die Idee nah, ein neues Domizil fürs FZ zu schaffen“, sagen Klaus Bierwagen und Christian Eisentraut vom Bauamt. So wurde der Plan geboren, im Gebäudekomplex an der Schützenstraße, dessen Trägerschaft ohnehin das FZ übernehmen möchte, auch das offene Angebot des Vereins zu berücksichtigen. Als die Pläne für die große Lösung jetzt im Stadtrat vorgestellt wurden, nickten sie die Politiker kommentarlos ab. Allerdings liegt die Realisierung des FZ-Hauses noch nicht in greifbarer Nähe. Baubeginn, sagt Bauamts- Chef Bierwagen, kann frühestens 2014 sein. „Der Ausbau der Krippenplätze hat Vorrang.“ Indirekt startet der bereits Anfang August, wenn im Pinderpark gleich neben dem Lidl-Markt ein zusätzlicher Miet-Container für zwei weitere Kindergarten(Kiga)-Gruppen gestellt wird, denn selbst für die über Dreijährigen zeichnet sich erneut ein Fehlbedarf ab. In der zweiten Augustwoche soll die erst im Herbst 2010 ebenfalls in einem Mietcontainer gestartete „Spielkiste“ vom Kindergarten (Kiga) Mittendrin, am neuen Komplex aus Fertigbauteilen andocken. Die „neue“ Spielkiste — 40 Meter lang und 14,5 Meter breit — soll Mitte September starten. Dann ist am Ruth-Bader-Platz Raum, um spätestens im Frühjahr 2012 den Erweiterungsbau für Mittendrin in Angriff zu nehmen. Mit zusätzlich 950 Quadratmeter Fläche im zweigeschossigen Anbau sollen insgesamt drei Krippe- und drei Kiga-Gruppen in Mittendrin unterkommen. Kostenpunkt: 1,6 Millionen Euro. 65 Meter langer Komplex Parallel nimmt die Stadt den Umbau der früheren Druckerei in der Flurstraße zum Kinderhaus in Angriff. Verteilt über zwei Etagen ist hier Platz für zwei Krippe- und zwei Hortgruppen. Kalkulierte Kosten: Knapp zwei Millionen Euro. Die große Kindertagesstätte, der neben dem Gebäude an der Schützenstraße 17 zwei weitere Altbauten samt Nebengebäuden weichen, für geschätzte 3,3, Millionen Euro zieht sich in einem Korridor auf einer Länge von etwa 65 Metern bis zum Pausenhof der Grundschule an der Bahnhofstraße. Im vom Gesamtkomplex abgetrennten Kopfbau an der Schützenstraße soll das FZ einziehen. Über Laubengänge ist das Haus an den langen Zwischenbau angebunden, in dem drei Krippegruppen und zwei Kiga-Gruppen Platz finden. Der dem Schulhof zugewandte Bau ist für eine Küche, einen zweigruppigen Hort und einen Mehrzweckraum reserviert. Da völlig offen ist, ob und in welcher Höhe die Stadt auf Zuschüsse für den auf eine Million Euro geschätzten FZ-Neubau erhalten kann, wird er als von der Kindertagesstätte abgekoppelter Bauabschnitt behandelt. „Eine Menge Holz und eine Menge Kosten“, bilanziert Eisentraut als städtischer Projektbeauftragter für den Kindertagesstätten-Ausbau die Pläne. Und die Kostenspirale dreht sich bereits. Ging die Stadt im Frühjahr noch von 6,3 Millionen Euro aus, stehen jetzt Investitionen in Höhe von insgesamt 7,9 Millionen Euro (plus Steuer) im Raum. „Doch damit ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht“, stellt Bierwagen klar. Denn auch am Ausbau der Häuser anderer Träger wie der Kirchen hat sich die Stadt jeweils mit mindestens einem Drittel zu beteiligen. Und mit den vom Bund in Aussicht gestellten hohen Zuschüssen für die Infrastruktur ist es laut Bierwagen „eben doch nicht so weit her, denn der macht den feinen Unterschied zwischen förderfähigen und nicht förderfähigen Kosten“. Dürschingers Erfahrungswert: Für Projekte, die wie in Zirndorf Kiga und Krippe kombinieren, können die Bauherren am Ende mit etwa 60 bis 70 Prozent an Zuschüssen rechnen.
Fürther Nachrichten vom 24.06.2011
Steht das Cadolzburger Kinderhaus vor dem Aus?
Gestiegene Miete macht der Einrichtung zu schaffen—Entscheidung über die Zukunft fällt am Dienstag
VON CORINNA ANTON
Junge Mütter und Väter tauschen sich aus, während ihre Kleinkinder erste Kontakte mit Gleichaltrigen knüpfen. Manche Ein- bis Dreijährige bleiben auch schon ganz ohne Mama und Papa im Miniclub. Im Cadolzburger Kinderhaus könnte das bald vorbei sein. Vor allem weil die Miete deutlich gestiegen ist, muss das Haus vermutlich Ende August geschlossen werden.
CADOLZBURG — Noch ist das Aus nicht besiegelt. Bei der Mitgliederversammlung des Kinderhausvereins am kommenden Dienstag soll darüber abgestimmt werden. Aber Hoffnungen, dass es doch weitergehen könnte, haben die Beteiligten kaum. „Der Kampf ist endgültig verloren“, glaubt die Vorsitzende des Cadolzburger Kinderhausvereins, Steffi Metzger. Nach der Mieterhöhung seien die Kosten einfach zu hoch für den Verein. Insgesamt sechs Gruppen werden sich wohl auflösen oder eine neue Bleibe suchen müssen: zwei Babyclubs für Eltern und Kinder bis zu einem Jahr, zwei Miniclubgruppen für Vorkindergartenkinder und zwei Mutter-Kind- Gruppen für Ein- bis Zweieinhalbjährige — insgesamt über 50 Kinder. „Große Entlastung“ Eine der Mütter, deren Kind den Miniclub besucht, ist Andrea Müller. Ihr Sohn wird erst im Dezember drei, hat deswegen noch keinen Anspruch auf einen Kindergartenplatz. „Ich will ihn nicht in eine Krippe geben, ich will ihn zu Hause selbst erziehen“, sagt Müller, die gerade zum zweiten Mal Mutter geworden ist. „Das Angebot des Miniclubs an zwei Vormittagen pro Woche ist für mich eine gute Sache. Während der Schwangerschaft war es eine große Entlastung.“ Kurz vor Ostern erhielt sie ein Schreiben, in dem sie von der „vermutlich“ bevorstehenden Auflösung des Kinderhauses und der Gruppen erfuhr. Unterzeichnet hat es Gabi Bohrer, Geschäftsführerin des Familienzentrums Zirndorf (FZ). Vor gut drei Jahren hat das FZ die Trägerschaft für das Kinderhaus übernommen. Der Kooperationsvertrag, mit dem das Kinderhaus und das Familienzentrum die Zusammenarbeit besiegelten, schien zunächst die Rettung zu sein. Denn schon 2007 stand das Kinderhaus, das in Cadolzburg seit 1999 jungen Familien als Anlaufstelle dient, vor dem Aus. Damals hatte sich fast die komplette Vorstandschaft zurückgezogen. Die Verbliebenen, die für den Erhalt des Kinderhauses kämpfen wollten, wandten sich an das Familienzentrum, das sich mit Abschluss des Kooperationsvertrags offiziell um Personal, Buchhaltung und Geschäftsführung kümmerte. „Alle Entscheidungen treffen wir in Absprache mit dem Vorstand in Cadolzburg“, erklärt Bohrer. „Das hat auch bis zum Desaster mit den Räumen gut geklappt.“ Mit dem Desaster ist nicht nur der Anstieg der Miete gemeint. Seitdem der Vermieter den Dachstuhl des Gebäudes erneuern ließ, habe es immer wieder Probleme gegeben, berichten Bohrer und Metzger. Mal störte Baulärm die Gruppen, mal tropfte Wasser durch die Decke, mal funktionierte die neue Heizung nicht, dann kam noch ein Wasserschaden an den Wänden dazu. Immer seltener wollte jemand die Räumlichkeiten für private Feste mieten — so brach diese eine Einnahmequelle weg. Außerdem verließ eine langjährige Gruppenleiterin das Kinderhaus. Dadurch mussten drei Gruppen aufgegeben werden, was weitere finanzielle Einbußen brachte. Suche ohne Erfolg „Wir können die deutlich erhöhte Miete nicht aufbringen“, sagt Bohrer nicht ohne zu betonen, dass es anmangelnder Unterstützung der Gemeinde gewiss nicht liege. „Wir haben auch über die Gemeinde nach neuen Räumen gesucht, aber trotz beidseitigen Bemühungen nichts gefunden.“ Und auch die Idee, eine Krippe einzurichten, schien nur kurzzeitig eine Lösung zu sein. Zwar hätten die regulären Zuschüsse für Krippen die Mietprobleme gemildert, aber: „Wir haben keine Freispielfläche, keinen Empfangsbereich, keinen Unterstellplatz für Kinderwagen — das alles sind keine Kleinigkeiten“, so Bohrer. Für die Eltern der Miniclubbesucher bleibt noch die Möglichkeit, ihren Nachwuchs im kommenden Kindergartenjahr statt in Cadolzburg zwei bis drei Vormittage im Zirndorfer Kuckucksnest anzumelden, falls das Ende des Kinderhauses am Dienstag tatsächlich besiegelt wird. Für ihren Sohn würde sich Andrea Müller aber wünschen, dass sich doch noch andere Räume in Cadolzburg finden, denn dann müsste er sich nicht an eine neue Gruppe gewöhnen. Sie hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben.
Fürther Nachrichten vom 06.05.2011
Kurz vor dem Umzug eingeweiht
Kindergarten-Container der „Spielkiste“ im Pinderpark weicht Krippenanbau
ZIRNFDORF — Spielkisten haben den Vorteil, dass man sie bei Bedarf verschieben kann. Ein Schicksal, das auch dem Kindergarten „Spielkiste“ an der Luise Rinser-Straße im Pinderpark Zirndorfs blüht.
Damit direkt neben dem Kindergarten „Mittendrin“ Platz für den Krippen- Anbau geschaffen werden kann, wird der Container der „Spielkiste“ versetzt, in dem sich im vergangenen halben Jahr die zusätzlich geschaffene Kindergartengruppe etabliert
hat. Er wird künftig neben dem Parkplatz am Einkaufsmarkt Lidl stehen.
Außerdem soll dort noch ein weiterer Container Platz finden, um schnell genügend Kindergartenplätze in dem von vielen jungen Familien bewohnten Stadtteil anbieten zu können.
Ehe es aber zum Umzug kommt, luden Gabi Bohrer vom Familienzentrum und die Mannschaft der „Spielkiste“ schnell noch zur Einweihungsfeier
mit einem Tag der offenen Tür. „Gerade noch rechtzeitig“, wie Bohrer meinte, als sie neben Bürgermeister Thomas Zwingel auch Landrat Matthias Dießl sowie Vertreter der Parteien begrüßte. svo

Im Anschluss an den offiziellen Teil konnten die Besucher bei einem Basar fahrbare
Untersätze für den Nachwuchs ergattern.
Fürther Nachrichten vom 08.04.2011
Erlös gespendet
v. l. n. r.: stehend; Renate Deisenrieder, Werner Scholz, Simone Girschik; sitzend zwischen den Kindern: Melanie Hufnagel
Im Dezember war es soweit: Die Spende der Interessengemeinschaft Pinderpark e.V. (IGPP) für den Kauf von Büchern aus dem Erlös des jährlichen Glühweinfestes im Pinderpark konnte endlich an den neuen Kindergarten „spielkiste“ im Pinderpark übergeben werden. Beim diesjährigen „Winterevent“ im Pinderpark konnten über 350 Euro Gewinn erzielt werden - die Vorstandschaft der IGPP hat beschlossen die Summe aus dem Vereinsvermögen auf den runden Betrag von 400 Euro aufzurunden. Der erste Vorstand der Interessengemeinschaft Pinderpark e.V. (IGPP) - Werner Scholz - konnte nun gemeinsam mit dem Organisator der Veranstaltung - Jürgen Sperber - den symbolischen 400-Euro- Geldschein überreichen. Leider war die Leiterin der Einrichtung, Gabi Bohrer, verhindert, so dass die drei Erzieherinnen Frau Deisenrieder, Frau Girschik und Frau Hufnagel die Spende stellvertretend entgegennahmen. Der Betrag ist für den Kauf von Büchern bestimmt, da das Budget hierfür bei der Planung des Kindergartens etwas zu kurz kam. Ursula Drechsler, Inhaberin der Bücherstube in Zirndorf, hat wieder einmal Ihr großes soziales Engagement gezeigt und spontan zugesagt, den Kauf der Bücher zu unterstützen und damit die Anzahl der neuen Bücher für die spielkiste zu erhöhen. Eine entsprechende Liste mit Büchern wurde erarbeitet, so dass die Kleinen schon bald in der neuen Lektüre „schmökern“ können. Hoffen wir, dass die Kinder nun viele spannende Stunden mit den neu erworbenen Büchern haben werden. Die IGPP plant auch zukünftig weitere solcher Aktionen. Das nächste große Event wird ein großes Sommerfest zum 5- jährigen Bestehen des Vereins und dem 3. Geburtstag des „Kinderparks“ (Spielplatz im Pinderpark) sein. Hier wurde schon von Seiten des IGPP-Vorstandes angekündigt, evtl. wieder eine bedürftige Einrichtung aus dem Erlös zu unterstützen.
Zirndorfer Lokalanzeiger vom 14.01.11
Nikolaus-Dienst bestens gebucht
Väter im Auftrag des Zirndorfer Kindergartens Klitzeklein im Einsatz
ZIRNDORF — Die Bilanz der zu Ende gegangenen Nikolaus-Saison fällt in Zirndorf positiv aus. Auch heuer hatten die bärtigen Gesellen, die im Auftrag des Kindergartens Klitzeklein unterwegs waren, viel zu tun. Der Erlös der Aktion fließt dem Kindergarten zu. Väter schlüpften in rote Mäntel, statteten sich mit dem obligatorischen Rauschebart, einem goldenen Buch und Sack aus und besuchten Familien, soziale Einrichtungen, Vereine und Firmen im gesamten Umkreis. Bei 65 Terminen machten sie 365 große und kleine Kinder glücklich. 500 Kilometer waren sie dafür mit ihren Schlitten unterwegs. Da die Väter alleine dieses Pensum gar nicht mehr absolvieren konnten, wurden sie von Mitgliedern des Seniorenbeirats der Stadt Zirndorf tatkräftig unterstützt. Auch Väter, deren Nachwuchs aus dem Kindergartenalter heraus ist, halfen aus. Darunter Markus Ziegler, der seit zehn Jahren dabei ist — und damit als Zirndorfs dienstältester Nikolaus gilt. Elektronisches Lob Viele Eltern nutzen inzwischen die Email-Adresse info@nikolaus-zirndorf. de, um Lob und ganz selten nur Tadel über den Auftritt ihres Nikolaus' anzubringen — andere schreiben direkt in das neue Gästebuch auf der Homepage (www.nikolaus-zirndorf. de).
Fürther Nachrichten vom 08.01.2011
Höhere Finanzspritze für „elfbiszwo“
Stadtrat Zirndorf gesteht Familienzentrum mehr Zuschuss für die Mittagsbetreuung zu
ZIRNDORF — Im zweiten Anlauf hat der Stadtrat Zirndorf dem Familienzentrum (FZ) jetzt doch die Defizitübernahme in der Mittagsbetreuung „elfbiszwo“ für das Jahr 2010 und höhere Zuschüsse ab 2011 zugebilligt. Noch in der November-Sitzung war der Elternverein mit diesem Anliegen gescheitert. Nach einem Stimmenpatt zu zwei von der Verwaltung vorgelegten Beschlussvarianten hatte Bürgermeister Thomas Zwingel damals vorgeschlagen, das Thema erneut zu behandeln, sobald das FZ eine detaillierte Gebührenkalkulation vorgelegt hat. Dass das FZ mit 10000 Euro Pauschalzuschuss, den die Verwaltung um 7500 Euro jedes Jahr aufstocken konnte, nicht mehr zurechtkommen würde, war allen klar. Diese Summe ist seit Jahren auf gleichem Niveau, ging das Defizit darüber hinaus, fand sich das FZ stets in der Rolle des Bittstellers. Der Stadtrat hatte dann jedes Mal über die zusätzliche Finanzspritze an den Partner in der Kinderbetreuung zu entscheiden. Nur hat das FZ das Angebot in den zurückliegenden Jahren deutlich ausgeweitet. Reichten 2007 in der Einrichtung „elfbiszwo“ an der Bahnhofsstraße noch zwei Gruppen ( eine bis 14 Uhr und eine bis 16 Uhr), um dem Bedarf gerecht zu werden, sind es inzwischen fünf Gruppen, in denen 69 Grundschüler über die Mittagszeit oder bis 16 Uhr auch bei den Hausaufgaben betreut werden. „Dass das mit den Zuschüssen von 2007 irgendwann nicht mehr hinhaut, war absehbar“, sagt Andrea Schuster, kaufmännische Leiterin des FZ. Nur verstanden die Stadträte im November nicht, weshalb das FZ für die gleiche Leistung, wie sie die Mittagsbetreuung in kommunaler Trägerschaft in Weinzierlein oder der private Träger „gfi“ in der Grundschule I an der Geisleithenstraße bietet, mit 95,50 Euro für den Langzeitplatz zirka 30 Euro mehr verlangt als diese beiden Mitbewerber. FZ-Geschäftsführerin Gabi Bohrer konnte diese Unklarheiten zwischenzeitlich ausräumen, indem sie einmal mehr verdeutlichte, dass ihre Einrichtung für Kosten aufkommen muss, die die beiden anderen Mittagsbetreuungen vernachlässigen können, da sie ihnen die Stadt selbst abnimmt. Geschäftsführung, Nebenkosten, Personal- und Sachkosten für die Reinigung summieren sich im FZ auf 22500 Euro im Jahr. Bei den anderen beiden Mittagsbetreuungen geht das auf Kosten der Stadtkasse, weshalb sie die Kalkulation für die Elternbeiträge nicht belasten. Heruntergebrochen auf die Anzahl der betreuten Kinder, so heißt es in der Sitzungsvorlage, käme das FZ ohne diese Nebenkosten in etwa auf die gleichen Elternbeiträge wie die zwei anderen Anbieter. Für CSU-Fraktionschef Jürgen Grötsch ist das in deren Fall allerdings eine versteckte freiwillige Leistung der Stadt, die über die höhere Gebühr letztlich auf Kosten der Eltern geht, die ihre Kinder im FZ betreuen lassen. Als Ungerechtigkeit verurteilte er das, weshalb er forderte, dafür zu sorgen, „dass das Familienzentrum nicht schlechter gestellt ist als die anderen Einrichtungen“. Ein Einwand, dem die Stadträte fraktionsübergreifend folgten. Womit die Verwaltung nun beauftragt ist, die Nebenkostenabrechnungen speziell in der Mittagsbetreuung der Grundschule an der Geisleithenstraße genauer zu hinterfragen. Einstimmig beschlossen ist auch, dass das Familienzentrum ab 2011 einen auf 20000 Euro verdoppelten Zuschuss erhält. Wie bisher kann die Verwaltung einen darüber hinausgehenden Fehlbetrag bis 7500 Euro ohne Stadtratsvotum auszahlen. Fällt er höher aus, ist erneut der Stadtrat zu hören. Und für das Defizit 2010, das insgesamt bei knapp 33000 Euro liegt, wird im Etat 2011 die zur Deckung der Verbindlichkeiten erforderliche Nachzahlung von 23000 Euro reserviert. SABINE DIETZ
Fürther Nachrichten vom 23.12.2010
Der Lokalanzeiger · Ausgabe Stadt Zirndorf 17. 12. 2010
Nikolaus-Saison 2010
Auch in diesem Jahr hatten die bärtigen Gesellen im roten Gewand des Kindergartens Klitzeklein wieder eine Menge zu tun. Wie in jedem Jahr schlüpfen von Anfang November bis Mitte Dezember viele Väter der Kinder des Kindergartens Klitzeklein in einen roten Mantel und lassen sich mit Bart, goldenem Buch, Sack und allem was sonst noch so dazugehört ausstaffieren. So verkleidet besuchen sie dann Familien, soziale Einrichtungen, Vereine und Firmen im gesamten Umkreis und bereiten den Besuchten einen schönen Abend mit weihnachtlichen Geschichten. Natürlich weiß der Nikolaus immer etwas über die Kleinen - und manchmal auch über die Großen - zu berichten bevor zu guter Letzt die Bescherung erfolgt. Aber nicht nur den Familien bereiten diese Besuche große Freude, auch die Nikoläuse selbst freuen sich schon immer auf ihre Einsätze und tauschen sich nach getaner Arbeit am 6. 12. beim anschließenden Zusammentreffen über Erlebtes aus und freuen sich über erste positive Rückmeldungen von den Familien: Viele Eltern nutzen inzwischen die Email-Adresse info@ nikolaus-zirndorf.de, um Lob und ganz selten nur Tadel über den Auftritt ihres Nikolaus' anzubringen - andere schreiben direkt in das neue Gästebuch auf der Homepage www.nikolaus-zirndorf.de. Inzwischen sind die Väter des Kindergarten Klitzeklein weit über die Grenzen Zirndorfs hinaus bekannt und begehrt.
Die ersten Einsätze wurden bereits für den 6. 11. gebucht. Eine Familie kam extra sogar aus Fürstenfeldbruck angereist um bei den Großeltern in den Genuss des Pelzmärtel- und Nikolausdienstes zu kommen. Alleine in den letzten Wochen haben unsere Nikoläuse 365 (kleine und große) Kinder glücklich machen dürfen - von den unzähligen Eltern, Großeltern, Tanten und Onkels ganz abgesehen - dabei sind sie insgesamt über 400 Kilometer von ihren „Schlitten-Chauffeuren“ durch den Landkreis gefahren worden und waren bei 65 Einsätzen fast 50 Stunden im Einsatz. Da die Väter alleine dieses Pensum gar nicht mehr absolvieren konnten, hat auch dieses Jahr der Seniorenbeirat der Stadt Zirndorf wieder tatkräftig geholfen – vielen Dank für die tolle Unterstützung. Auch „ehemalige“ Väter unterstützen noch immer den Nikolausdienst – dieses Jahr konnte sogar ein Jubiläum gefeiert werden – Markus Ziegler ist seit 10 Jahren dabei und damit unser dienstältester Nikolaus – vielen Dank für dieses Engagement. Der Erlös aus dieser Aktion fließt wie immer komplett dem Kindergarten Klitzeklein zu.
Der Lokalanzeiger · Ausgabe Stadt Zirndorf 17. 12. 2010
Lions-Club Zirndorf- Franconia spendete
Den Erlös seiner zum Stadtund Brauereifest durchgeführten Tombola übergab der neu gegründete Lions-Club Zirndorf- Franconia jetzt der Geschäftsführerin des Familienzentrums Zirndorf, Gabi Bohrer. Lions-Präsident Gerhard Distler und Bürgermeister Thomas Zwingel hatten sich darauf geeinigt, die 2.500 Euro für die neue Kindergartengruppe im Pinderpark, deren Träger das Familienzentrum ist, zu verwenden. Hier sind viele Anschaffungen noch nötig und die Lions wollen tatkräftig unter stützen, wie Distler meinte. „Unsere Freude beginnt dort, wo wir andere zum Lächeln bringen.“, so sein Motto, für das er von Bürgermeister Zwingel und KiGa-Chefin Bohrer besonderes gelobt wurde. Alle Beteiligten zeigten sich zudem über das unkomplizierte und vertrauensvolle Zusammenwirken von Stadt, Lions-Club und Familienzentrum zufrieden. Bürgermeister Zwingel fasste dies mit den Worten zusammen, „Aktionen dieser Art wollen wir keinerlei Grenzen setzten.“
Der Lokalanzeiger · Ausgabe Stadt Zirndorf 17. 12. 2010
Anschubfinanzierung für Präventionsprojekt.
Auf Vorschlag von Landrat Matthias Dießl unterstützt die Landkreisstiftung mit einer neuerlichen Ausschüttung das Familienzentrum Zirndorf: Mit einer Summe in Höhe von 800 Euro soll das Präventionsprojekt „Trau-Dich-Was“ eine Anschubfinanzierung erhalten. In diesem Projekt werden Kinder im Umgang mit verschiedenen Gewaltformen geschult und sensibilisiert. Angesprochen sind Kinder im Alter zwischen fünf und zehn Jahren. Ein erster Kurs fand im vergangenen Frühjahr erfolgreich statt. Nun soll „Trau-Dich- Was“ einmal jährlich angeboten werden. „Die Unterstützung durch die Stiftung kommt genau rechtzeitig, denn der Kurs schlägt mit etwa 5000 Euro zu Buche. Durch die Spende können wir nun sicherstellen, dass das Angebot ohne hohe Kostenbeteiligung allen Kindern zugänglich gemacht werden kann“, freute sich Gabi Bohrer. Laut Gabi Borher ist es gerade kurz nach dem Schulantritt wichtig, den noch jungen Kindern Handlungsmöglichkeiten für kritische Situationen zu vermitteln, mit denen sie möglicherweise einmal selbst konfrontiert werden. Die Kinder sollen ein positives Ich-Gefühl erhalten. Sie lernen, sich vorausschauend zu verhalten, ihre Umwelt bewusster wahrzunehmen sowie Dinge und Personen kritischer zu beobachten. Gleichzeitig üben sie, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Die "Landkreisstiftung Fürth" ist unter dem Dach der "Stiftergemeinschaft der Sparkasse Fürth" vor zwei Jahren gegründet worden. Förderschwerpunkte sind alle gemeinnützigen Zwecke, insbesondere im Bereich der Förderung von Jugend und Familie. Über die Verwendung der jährlichen Erträge aus dem Stiftungskapital entscheidet der Stiftungsrat unter dem Vorsitz von Landrat Matthias Dießl. Die Spendenausschüttung für das Familienzentrum wurde auf der Sitzung des Stiftungsrates am 27. September beschlossen. Unterstützen kann die Landkreis- Stiftung jeder - entweder in Form einer Spende oder auch durch Zustiftungen, die den Kapitalstock der Stiftung erhöhen. Spenden oder Stiftungen können im Übrigen steuerlich geltend gemacht werden. Spendenkonto: Stiftergemeinschaft, Konto-Nr.: 9 953 563, Bankleitzahl: 762 500 00 (Sparkasse Fürth), Stichwort: Landkreisstiftung.
Landkreismagazin vom 09.12.2010
Soziales
Anschubfinanzierung für Präventionsprojekt „Trau-Dich-Was“
ZIRNDORF - Auf Vorschlag von Landrat Matthias Dießl unterstützt die Landkreisstiftung mit einer neuerlichen Ausschüttung das Familienzentrum Zirndorf: Mit einer Summe in Höhe von 800 Euro soll das Präventionsprojekt „Trau-Dich-Was“ eine Anschubfinanzierung erhalten. In diesem Projekt werden Kinder im Umgang mit verschiedenen Gewaltformen geschult und sensibilisiert. „Das Ziel besteht darin, den Kindern gewaltfreie Lösungen aufzuzeigen und die richtigen verbalen sowie non-verbalen Verhaltensweisen beizubringen“, erläuterte die Geschäftsführerin des Familienzentrums, Gabi Bohrer, bei der offiziellen Spendenübergabe. „Bei meinem Besuch im Familienzentrum im Rahmen der Aktion Rollentausch habe ich von diesem tollen Projekt erfahren und meine Unterstützung zugesagt“, erläuterte Landrat Matthias Dießl, der Vorsitzender des Stiftungsrates der Landkreisstiftung ist. Angesprochen sind Kinder im Alter zwischen fünf und zehn Jahren. Ein erster Kurs fand im vergangenen Frühjahr erfolgreich statt. Nun soll „Trau-Dich- Was“ einmal jährlich angeboten werden. „Die Unterstützung durch die Stiftung kommt genau rechtzeitig, denn der Kurs schlägt mit etwa 5000 Euro zu Buche. Durch die Spende können wir nun sicherstellen, dass das Angebot ohne hohe Kostenbeteiligung allen Kindern zugänglich gemacht werden kann“, freute sich Gabi Bohrer. Der Kurs „Trau-Dich-Was“ wird begleitet von einem einführenden und abschließenden Elternabend sowie Schulungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Familienzentrums. Themenschwerpunkte sind physische, psychische, verbale, sexuelle, frauenfeindliche und fremdenfeindliche Gewalt. „Sehr gut finde ich den Ansatz, dass immer ein gewaltfreier Lösungsweg vermittelt wird. Dadurch kann die Gewaltspirale durchbrochen werden“, so Matthias Dießl. Laut Gabi Bohrer ist es gerade kurz nach dem Schulantritt wichtig, den Kindern Handlungsmöglichkeiten für kritische Situationen zu vermitteln, mit denen sie möglicherweise einmal selbst konfrontiert werden. Die Kinder sollen ein positives Ich-Gefühl erhalten. Sie lernen, sich vorausschauend zu verhalten, ihre Umwelt bewusster wahrzunehmen sowie Dinge und Personen kritischer zu beobachten. Gleichzeitig üben sie, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Unterstützen kann die Landkreis-Stiftung jeder - entweder in Form einer Spende oder auch durch Zustiftungen, die den Kapitalstock der Stiftung erhöhen. Spenden oder Stiftungen können im Übrigen steuerlich geltend gemacht werden. Spendenkonto: Stiftergemeinschaft Konto-Nr.: 9 953 563 Bankleitzahl: 762 500 00 (Sparkasse Fürth) Stichwort: Landkreisstiftung gut besucht.
Übung im Umgang mit Gewalt Landkreisstiftung unterstützt Präventionsprojekt für Kinder mit Spende Mit dem „Lachmund“ und einer abweisenden Geste machen die Kinder im Zirndorfer Familienzentrum klar: Wir wehren uns gegen die Gewalt.
ZIRNDORF — „Trau dich was“ heißt das Präventionsprojekt, das Kinder zwischen fünf und zehn Jahren drei Jahre lang über verschiedene Gewaltformen unterrichten und ihnen Lösungsmöglichkeiten aufzeigen soll. Einmal jährlich soll ein Kurs – der erste fand bereits im vergangenen Frühjahr statt – in Kindergärten und Grundschulen angeboten werden. Doch nicht nur die Kinder werden geschult. Schon im Vorfeld finden Gespräche und Seminare für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ein einführender und abschließender Elternabend statt, denn, so Gabi Bohrer, die Geschäftsführerin des Familienzentrums in Zirndorf, „auch Eltern sind häufig mit Gewaltsituationen überfordert“. Gewalt bedeutet nicht nur Gewalt durch Fremde, Gewalt begegnet Kindern auch in alltäglichen Situationen. Sei es im Kindergarten oder in der Klasse, auf Spielplätzen und auch zu Hause. „Mit unserem Projekt wollen wir Kinder stärken“, erklären die Projektleiter. Sie sollen ein positives Ich- Gefühl erhalten und erkennen, dass man sich gegen Gewalt eben nicht nur mit Gegengewalt zur Wehr setzen kann. Richtiges verbales wie auch nonverbales Verhalten gehört dazu und – obwohl von den meisten als feige angesehen – auch der Mut, wegzulaufen und Hilfe zu suchen, erklärt Caren Mankowski-Pfeifer, die Trainerin des Projekts. Nur weglaufen allerdings bringt nichts, wenn nicht gleichzeitig die schwierige Situation, in der sich das hilfesuchende Kind befindet, zur Sprache kommt. Bei körperlichen Angriffen jedoch ist auch Um-Sich-Schlagen und Treten erlaubt. Mit dem einmaligen Kurs ist es allerdings nicht getan. Kurz vor und nach dem Schulantritt wird das Erlernte noch einmal aufgefrischt, so dass die Kinder eventuellen kritischen Situationen gewachsen sind. Finanziell getragen wird das Projekt unter anderem von den Elternbeiräten der Kindergärten. Aber auch Landrat Matthias Dießl ließ es sich, nachdem er von dem Unternehmen erfahren hatte, nicht nehmen, das Präventionsprojekt durch die Landkreisstiftung mit einem Scheck in Höhe von 800 Euro zu unterstützen, der im Familienzentrum an die Geschäftsführerin überreicht wurde. svo
Fürther Nachrichten vom 10.12.2010
Landkreismagazin 23/2010 vom 9.12.2010
Interview
Ein Netzwerk kümmert sich als Pilotprojekt um die Ernährung und Bewegung von Kleinkindern
Landkreis Fürth - Ein wegweisendes Projekt ist seit einem Jahr für den Bereich des Bezirks Mittelfranken im Gebäude des Landkreises in der Fürther Jahnstraße angesiedet: Das Pilotprojekt „Netzwerk Junge Eltern/ Familien“, das insbesondere die Themenschwerpunkte Ernährung und Bewegung aufgreifen soll und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zugeordnet ist. Wir wollten von der Sportwissenschaftlerin Gabi Pfeifer und der Ernährungswissenschaftlerin Wilma Bröker wissen, was das Netzwerk nach einem Jahr bereits erreicht hat. Welche Ziele verfolgt das Netzwerk? G. Pfeifer/W. Bröker: „Das Netzwerk, das in Fürth mittlerweile über 70 Personen bzw. Institutionen umfasst, hat sich seit Projektbeginn bereits sechs Mal am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, also im Gebäude des Landkreises Fürth, getroffen. Neben interessanten Referaten wurde auch der Bedarf der jungen Eltern diskutiert. Mit Hilfe der Uni Bayreuth, dem Institut für Sportwissenschaften wurde eine umfangreiche Analyse gestartet, deren Ergebnis wiederum in die Planung der Angebote eingeflossen ist. Das Netzwerk soll darüber hinaus die vorhandenen Angebote bündeln, Defizite aufdecken, aber auch neue Maßnahmen entwickeln. So beschäftigt sich beispielsweise aktuell eine Arbeitsgruppe mit dem Thema „Soziale Benachteiligung“. Am Ende sollen speziell zugeschnittene Maßnahmen für sozial schwächere Familien entstehen, die im Landkreis und in der Stadt Fürth im nächsten Jahr durchgeführt werden.“ Da es sich um Pilotprojekt handelt - was sind die Besonderheiten? G. Pfeifer/W. Bröker: „Eine erste Besonderheit ist sicherlich die Kombination aus Bewegung und Ernährung, aber auch die Beschäftigung mit der Zielgruppe der Kinder unter drei Jahren. Bisher zielten die meisten Maßnahmen darauf, die Kinder in der Schule, im Hort oder im Kindergarten zu erreichen. Die Zielgruppe der Eltern mit ganz kleinen Kindern ist daher etwas schwieriger in der Ansprache, da man sie nicht an festen Orten antrifft.“ Wie kann eine Familie direkt die Angebote nutzen oder davon profitieren? G. Pfeifer/W. Bröker: „Seit Oktober 2010 haben wir jeden letzten Montag im Monat eine Veranstaltung bei uns im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Fürth. Neben interessanten Themen wie Beikost, Eltern-Kind-Kochkurse und so weiter, gibt es auch Kurse wie „Es muss nicht immer Brezel sein!“. Die Anmeldung läuft über das AELF Fürth (Telefon 0911 99715-308), die Themen und Kurse kann man einsehen unter www.aelf-fu.bayern.de/Ernährung. Interessierte Institutionen können sich bei uns melden und wir stellen gemeinsam mit beispielsweise eine Kinderkrippe ein passendes Programm zusammen.
Im November haben wir bereits ein umfassendes Maßnahmenpaket im Familienzentrum Zirndorf durchgeführt, bei dem die Eltern sich das Passende heraus suchen konnten.
“ Welche Erfahrungen haben Sie nach einem Jahr gemacht? Wie steht es um das Thema Ernährung und Bewegung bei jungen Familien? G. Pfeifer/W. Bröker: „Wir haben sehr gute Erfahrungen im Projekt gemacht und auch von den Veranstaltungen, die weniger gut besucht waren, haben wir einiges lernen können. Das Dienstgebiet des AELF Fürth ist innerhalb der Pilotämter das mit Abstand größte Gebiet und hat mit ca. 24000 Kindern in der Zielgruppe eine beachtliche Zahl an Adressaten. Wir haben gemerkt, dass es einige Zeit braucht, bis wir in den relevanten Kreisen bekannt werden und freuen uns umso mehr, dass sich nun die Anrufe und Kontakte häufen. Besonders freuen wir uns über die vielen Eltern, die anrufen und konkreten Bedarf anmelden. Hier ist die Verbraucherzentrale Bayern ein wichtiger Netzwerkpartner, denn dort können die Eltern sogar individuelle Beratung erhalten. Mit Sitz in Nürnberg ist dies für uns eine ideale Ergänzung zu unseren Veranstaltungen. Für unsere Arbeit gilt es zu beachten, dass weitreichende Verhaltensänderungen nicht von heute auf morgen passieren, sondern teilweise lange Zeit in Anspruch nehmen.“ Zum Abschluss: Haben Sie noch ein paar Praxis-Tipps, wie Eltern in der kalten Jahreszeit, in der das Wohnzimmer oft häufigster Aufenthaltsort ist, ihre Kinder in Bewegung halten können? G. Pfeifer/W. Bröker: „Das „Bewegte Wohnzimmer“ ist auch für uns ein Renner unter den Angeboten. Auch auf kleinstem Raum können die Kinder sich prima bewegen. Unsere Kinder haben beispielsweise das Sofa zu Turngerät ernannt. Wer das nicht möchte, der findet auch Möglichkeiten mit Alltagsmaterialien die Sinne der Kinder anzuregen. Dazu reicht eine Zeitung und ein Luftballon - fertig ist das Kindertennis! Und nicht zuletzt: Die Kinder können bei jedem Wetter raus, wichtig ist die angemessene Kleidung! Dicke Schuhe, Mütze, Schal und Handschuhe und schon kann die Schneeballschlacht losgehen!“ Und in Sachen Ernährung in der kalten Jahreszeit? G. Pfeifer/W. Bröker: „Hier kann man getrost auf die bewährten Ernährungstipps zurück greifen. Ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse lässt auch die Kinder gut über den Winter kommen. Die eine oder andere Erkältung gehört gerade bei den Kleinsten zum Pflichtprogramm für´s Größer- Werden!“
Stadt trägt Defizit
Finanzierung der neuen KiGa-Gruppe ist gesichert
ZIRNDORF — Die Finanzierung der zusätzlichen Kindergarten- Gruppe, mit der das Familienzentrum (FZ) die Lücke in der Zirndorfer Betreuungslandschaft nach den Sommerferien füllt, ist gesichert. Einstimmig hat der Stadtrat beschlossen, das mögliche Defizit des FZ als Träger zu übernehmen. Hätte sich das FZ nicht bereit erklärt, die Betreuung zu übernehmen, hätte die Stadt Zirndorf diese Gruppe selbst betreiben müssen. Der vorerst auf ein Jahr befristete Defizitvertrag regelt also, dass keine Kosten am FZ hängenbleiben, für die die Stadt bei einer eigenen Trägerschaft genauso hätte aufkommen müssen. Wie berichtet, hatte sich im Frühsommer überraschend abgezeichnet, dass die Stadt Zirndorf dem Rechtsanspruch von Eltern auf einen Betreuungsplatz für dreijährige Kinder nach den Sommerferien entgegen allen Prognosen nur über die Einrichtung einer zusätzlichen Gruppe gerecht werden kann. Unterkommen sollen die Kleinen in einem Container — allerdings soll der nicht, wie ursprünglich angedacht, in der Schützenstraße, sondern nun in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kindergarten „Mittendrin“ im Pinderpark angesiedelt werden. AmStandort Schützenstraße hätten sich Containerlösung und der anstehende Krippen-Neubau möglicherweise gegenseitig behindert, erklärte Peter Gerlach, der für die Kinderbetreuung zuständige Mitarbeiter im Rathaus, auf Anfrage. Die Schützenstraße ist neben der Flurstraße und dem Pinderpark einer von drei Standorten, an denen ab 2013 in drei Gebäuden insgesamt sieben bis acht Krippen- Gruppen für jeweils 12 bis 14 unter Dreijährige unterkommen sollen. Bekanntlich haben Eltern ab 2013 auch einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ihres Nachwuchses in dieser Altersklasse. Die Betreuungsplätze für unter Dreijährige in bestehenden Kindergärten nicht berücksichtigt, gibt es bis dato gerade zwei „echte“ Krippen-Gruppen in der Bibertstadt — die Maria-Goretti- Krippe der katholischen St.-Josef-Gemeinde und eine Gruppe im Awo-Kindergarten Zauberwald in Weinzierlein. 200 Krippenplätze Sowohl katholische als auch evangelische Kirchengemeinde sowie die Awo haben bereits angekündigt, ihre Kapazitäten auszubauen. Mit den städtischen Krippenplätzen dürfte der prognostizierte Bedarf von 140 Plätzen in öffentlichen Einrichtungen bis 2013 abgedeckt sein. Ausgehend von den aktuellen Geburtenzahlen sollen inklusive des Angebots, das Tagesmütter in Zirndorf abdeckt, für 200 Kinder und damit für 35 Prozent der unter Dreijährigen Betreuungsplätze vorgehalten werden. Soweit es die über Dreijährigen betrifft, war man im Juli noch von 33 fehlenden Kindergartenplätzen ausgegangen. Zwischenzeitlich hat das Familienzentrum laut deren Geschäftsführerin Gabi Bohrer allerdings gerade neun Anmeldungen für die 25 Plätze in der neuen Kindergarten- Gruppe. Die zwei Erzieherinnen und die Kinderpflegerin, die die Kleinkinder nach den Sommerferien betreuen, sind bereits gefunden. Sollte die neue Gruppe nicht mehr Akzeptanz bei den Eltern finden, „könnte das eine sehr teure Geschichte für die Stadt Zirndorf werden“, so Bohrer. Einigermaßen rechnen würde sich die Gruppe erst, wenn 20 Kinder acht Stunden am Tag betreut sein wollen.
Fürther Nachrichten vom 03.09.2010
Blick in den harten Alltag
Fürther Politiker beteiligten sich an Aktion „Rollentausch“
Bei der Aktion „Rollentausch“ waren Politiker aller Couleur aufgefordert, einen Tag in einer sozialen Einrichtung mitzuarbeiten. Bayernweit beteiligten sich rund 400 Volksvertreter— darunter der Landtagsabgeordnete Hans Herold und der Puschendorfer Bürgermeister Wolfgang Kistner im Altenund Pflegeheim der Diakoniegemeinschaft Puschendorf sowie Oberasbachs Rathauschefin Birgit Huber und Agnes Meier, Kreisvorsitzende der FDP, im Willy-Bühner-Seniorenheim des BRK . Drei weiteren Politiker haben die FN bei ihren Einsätzen auf die Finger geschaut. FÜRTH — Landrat Matthias Dießl (CSU) tauschte sein Büro gegen das „Kuckucksnest“. In dieser Gruppe des Zirndorfer Familienzentrums werden Zwei- bis Dreijährige betreut. „Wir haben gesungen, gelesen, gemalt und mit dem Schwungtuch gespielt“, berichtet der Landrat, der im „Kuckucksnest“ einen dritten Geburtstag mitfeierte. „Manche Kinder waren anfangs etwas schüchtern, aber das Eis war schnell gebrochen“, meint Dießl. Gabi Bohrer hätte die Verstärkung am liebsten behalten. „Im Moment haben wir keinen Erzieher, weil es keine männlichen Bewerber gibt“, sagt die Geschäftsführerin des Familienzentrums, die Dießl eingeladen hatte. Die Kinderbetreuer müssten Freude am Umgang mit Menschen haben, eine Voraussetzung, die der Politiker erfülle. „Für mich war es ein aufschlussreicher Vormittag. Es ist wichtig, mitzubekommen, wie es in der Kleinkinderbetreuung vor Ort zugeht“, meint Dießl. Im Anschluss tauschte er sich mit Mitarbeitern und Müttern aus, die die Gelegenheit auch nutzten, um auf Defizite hinzuweisen. So monierten die Eltern, dass das Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren nicht ausreichend sei. Derzeit können für etwa 23 Prozent der Dreijährigen Plätze angeboten werden, so der Landrat. Bis 2013 sollen 35 Prozent erreicht werden. cor P Der Bundestagsabgeordnete Uwe Kekeritz (Bündnis 90/Grüne) hospitierte in der Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Zirndorf und in der Zentralen Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber, in der der Caritasverband Nürnberg mit einer Beratungsstelle, einem Frauentreff und einer Kleiderausgabestelle vertreten ist. Auch um die Kinder kümmert sich der Sozialverband. Derzeit betreuen Rosi Wanko und Angelika Weger 30 Jungen und Mädchen im Alter zwischen drei und zwölf Jahren. Schulpflicht besteht für die Älteren nicht, solange sie in Zirndorf untergebracht sind. „Wir vermitteln spielerisch erste Deutschkenntnisse“, erzählen die Betreuerinnen. Die meisten ihrer Schützlinge bleiben zwei bis drei Monate. Dann werden sie auf Gemeinschaftsunterkünfte in ganz Bayern verteilt. Zwar lobte Kekeritz die Arbeit der Caritas, er erklärte allerdings, dass der Staat sich in seinen Augen aus der Verantwortung stiehlt. „Es müsste eigentlich Staatsaufgabe sein, sich um Asylbewerber zu kümmern“, meint Kekeritz. Die meisten von ihnen, so Hans-Jörg Ospel, Stellenleiter Migration des Caritasverbands Nürnberg, kämen aus Sorge um ihr Leben nach Deutschland. Fast täglich werde die Caritas mit Fällen von Missbrauch und Gewalt konfrontiert. „Manche Fälle sind schon heftig“, sagt Ute Kolley von der Beratungsstelle. Kekeritz, der erstmals eine solche Einrichtung besuchte, nahm „sehr viele Eindrücke“ mit, wie er sagt. Einer davon: Der 2005 wegen der schrumpfenden Asylbewerberzahlen eingeleitete Personalabbau dürfe nicht fortgesetzt werden; denn die Menge der Anträge habe wieder zugenommen. cor P Christian Schmidt (CSU), Fürther Bundestagsabgeordneter und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, durfte sich in einen Hausaufgabenbetreuer der Caritas verwandeln; in den Räumen der Einrichtung in der Fürther Königstraße beschäftigte er sich mit Migrantenkindern aus aller Herren Länder und aus allen Schultypen, von der Hauptschule bis zum Gymnasium. Hans Fäßler, Vorsitzender des Fürther Caritasverbands, und Cäcilia Olszynski, die zusammen mit Franz Ganster die Hausaufgabenbetreuung organisiert, wollen das Angebot gerne ausweiten: „Die zwei Termine, die wir wöchentlich anbieten können, reichen einfach nicht“, klagt Olszynski. Schmidt war sichtlich angetan von der „munteren Truppe“, mit der er unter anderem Frühlingsgedichte „paukte“. Der Bundespolitiker mochte aber keine Patentlösung für das Personalproblem versprechen. Zu drückend seien die Finanznöte des Staates. hvd
Fürther Nachrichten vom 30. April 2010
Landrat Matthias Dießl beim Rollentausch
Zirndorf - Einen eher ungewöhnlichen Arbeitstag erlebte Landrat Matthias Dießl am 27. April: Er tauschte seinen Schreibtisch gegen die Mitarbeit in einer Kindertagesstätte. Einen ganzen Vormittag lang half er den Erzieherinnen der Kinderbetreuungseinrichtung “Kuckucksnest” im Zirndorfer Familienzentrum. Hintergrund war die “Aktion Rollentausch”. Dabei handelt es sich um eine Kooperation der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Bayern (LAGFW) und des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit, Sozialordnung, Familie und Frauen, die im Rahmen des Forum “Soziales Bayern” im Februar 2005 ins Leben gerufen wurde. Erklärtes Ziel der Aktion ist es, einen Dialog zwischen Politik und Wohlfahrtsverbänden zu schaffen. Politiker fungieren als Hospitanten, um die Praxis hautnah kennenzulernen. Kuckucksnest statt Landratsamt Und so fand sich Matthias Dießl punkt neun Uhr morgens im “Kuckucksnest” wieder. Das Frühstück für zwölf Kinder wurde an den Tischen zubereitet. Außerdem hatte eines der Kinder Geburtstag, so dass es neben Obst und Gemüse diesmal auch ausnahmsweise Muffins als Nachspeise gab - die Mutter des Geburtstagskindes hatte diese extra gebacken. Und so verflog die erste Schüchternheit der Zwei- bis Dreijährigen schnell. “Liest du mit mir ein Buch”, schnappte sich ein Mädchen den Landrat - und letzterer erzählte die Geschichten so gut, dass gleich eine Zugabe von der jungen Zuhörerin gefordert wurde. Danach griffen alle zu den Stiften. “Bitte mal mir einen Stern”, wünschte sich ein Kind. “Und jetzt noch ein Haus.” Lob für den Rollentausch Matthias Dießl ging in dem Rollentausch auf. Und so gab es ein großes Lob von Gabi Bohrer, der sozialpädagogischen Leiterin des Familienzentrums: “Der Landrat hat gute Nerven bewiesen und kann bei uns jederzeit aushelfen.“ Träger der Einrichtung mit 24 festangestellten und der gleichen Anzahl ehrenamtlichen Beschäftigten ist der Freundeskreis Familienzentrum. Neben der Gruppe “Kuckucksnest” bietet das Familienzentrum eine Mittagsbetreuung für Schulkinder der ersten bis vierten Klasse und betreibt die Kindergärten “Klitzeklein” und “Mittendrin” in Zirndorf. Informationsaustausch mit Eltern Nach zwei Stunden wechselte der Landrat von der Kinderbetreuung in den “Offenen Treff”. Das als Café gestaltete Angebot des Familienzentrums bietet Müttern und Vätern die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen, während sich die Kinder in einer Spielecke austoben können. “Hier geben wir uns gegenseitig Tipps, beispielsweise wo ein guter Kinderarzt ist, welche Spielplätze in der Nähe sind und vieles mehr”, so Renate Schiener, die im Rahmen des “Offenen Treffs” die Angebote “Internationales Café” und “Frühstückstreff für Neuzugezogene und Alteingesessene” betreut. Matthias Dießl nutzte die Gelegenheit und informierte sich über die Wünsche und Sorgen der Eltern. “Mir hat die Arbeit im Familienzentrum sehr viel Spaß gemacht. Es ist doch etwas anderes, ob man am Schreibtisch ein Papier über Betreuungsquoten liest oder wirklich einmal in einer Kindertageseinrichtung direkt mitarbeitet”, erklärte der Landrat zum Abschluss des Rollentausches. Er habe wieder viele neue Eindrücke mitnehmen können, die auch bei der täglichen Arbeit helfen. (rb)
Landkreis Magazin 9/2010
Dornröschen erwacht im Paradies
„Tag der offenen Tür“:
Familienzentrum Zirndorf feiert Renovierung und Erweiterung
Im Gebäude neben dem Stammsitz des Familienzentrums hat die Elternselbsthilfe-Initiative Zirndorf zusätzlichen Raum gefunden. Hier ist auch Platz für ein Bälle-Bad, das die Kinder bei der Eröffnung sichtlich genossen. Foto: Axmann
ZIRNDORF — „Nach all den Mühen und vielen Jahren des Dornröschenschlafs wollen wir nun gemeinsam feiern, da alles so wunderschön geworden ist.“ Mit diesen Worten begrüßte Gabi Bohrer, Geschäftsführerin des Familienzentrums in Zirndorf, die Stadtspitze und eine Vielzahl weiterer Gäste am „Tag der offenen Tür“ in den erweiterten und renovierten Räumlichkeiten.
„Die Zustände in der Bahnhofstraße 35 waren wirklich untragbar geworden. Nun wurden diese Räume in ein Paradies verwandelt. Unsere Kinder können jetzt in den großzügigen Räumen auf zwei Etagen spielen, toben, werkeln, in Büchern schmökern, basteln und tanzen“, sagte Bohrer bei der offiziellen Feierstunde zur Einweihung der Mittagsbetreuungsräume.
So gibt es jetzt im zweiten Stock des Familienzentrums ein Bau- und Konstruktionszimmer, einen Gruppen- und einen Werkraum sowie eine Leseecke. Im ersten Stock befinden sich ein Speise- und Hausaufgabenraum sowie ein Bewegungszimmer.
Martin Holzwarth, Vorsitzender des Freundeskreises Familienzentrum Zirndorf e. V., bedankte sich für die bisher großartige Unterstützung durch die Stadtverwaltung und alle Stadträte. „Wir als Verein besitzen keine Räume, Mieter ist die Stadt“, so der Vereinsvorsitzende. „Aber wir haben weitere Ideen, es wird keinen Stillstand geben.“
Bürgermeister Thomas Zwingel, begleitet von seinem Stellvertreter Dieter Sebastian und der 3. Bürgermeisterin Sandra Hauber, sprach von einem „zuverlässigen, aber nicht immer einfachen Partner. Die Einrichtung einer Kinderkrippe war unser Ziel, das aber nicht genehmigt wurde. Rund 10000 Euro für die Einrichtung und Möblierung brachte die Stadt auf, dazu kommen noch die Mietkosten.“
Viel Applaus erntete der Bürgermeister für seine Ankündigung, die Erstellung der Außenanlage noch in diesem Jahr werde von der Stadt übernommen.
Viele Familien machten sich mit ihren Sprösslingen anlässlich des„Tages der offenen Tür“ auch ein Bild von den neuen Räumen in der Bahnhofstraße 33. Hier gibt es einen offenen Cafétreff, ein Bälle-Bad, Spielzimmer mit vielen Spielsachen und zwei Räume für die ganz Kleinen im „Kuckucksnest“. In den neuen Räumlichkeiten befindet sich auch ein Zimmer für Beratungen, Elterngespräche und Teambesprechungen für die fast 40 Beschäftigten.
GERD AXMANN
Fürther Nachrichten vom 19.03.2010
Konzentriert ein- und ausatmen
Yoga ist von der exotischen Verrenkung zur
entspannten Alltagsübung gereift
Konzentriert ein- und ausatmen

Yoga ist, wie soll man sagen, Volkssport. Hunderttausende besuchen die Kurse an den Volkshochschulen, üben daheim mit Buch und Kassette oder leisten sich Privatstunden. Was macht die über 2000 Jahre alte Technik von An- und Entspannung für uns heute so anziehend?

«Stellt einatmend das Bein vor dem Gesäß auf, lasst ausatmend das Knie nach außen sinken.» Schmal und ehrfurchtgebietend aufrecht sitzt Kerstin Führes im Turnraum des Kindergartens Mittendrin, um die Yogalehrerin herum liegen sechs Frauen auf der Matte. Ihre Augen sind geschlossen, der Geist ganz auf die Bewegung konzentriert. Durchs Fenster weht kühle Abendluft hinein und es wird so still, dass nur das Dröhnen der Südwesttangente zu hören ist und das Ticken der Uhr. «Bewegt euren Kopf achtsam von der linken auf die rechte Seite», sagt Führes mit ruhiger Stimme.

«Das sieht nur so leicht aus, das ist wirklich anstrengend!», wird Elke - die Teilnehmerinnen, alle im Alter zwischen Ende 30 bis Mitte 50, duzen sich - nach der Stunde beteuern. Die Frauen dehnen ihre Arme weit nach hinten und ziehen die Knie zum Bauch, sie strecken die Beine zur Decke und üben die Schulterbrücke. Schließlich wachsen sie vom kleinen Samen am Boden zum standfesten Baum mit ausladender Krone.
Am Ende stehen die Schülerinnen auf einem Bein und haben die Hände über dem Kopf zusammengelegt. «Du warst gut, du bist ja richtig gestanden!», rutscht es Hiltrud raus. Sicher stehen, mühelos atmen - das wünschen sich alle hier. Zwei Jahre schon üben die Treuesten unter ihnen, vor vier Wochen stieß Regine dazu. Es sind der krumme Rücken und die Migräne, die die Frauen zum Yoga gebracht haben, oder schlicht das Gefühl, dauern «hippelig» zu sein und unkonzentriert.
In den Alltag geschwappt
Was Yoga mit ihnen macht? Durch die «ganz ruhige Art und Weise, den ganzen Körper zu bewegen», sagt Christine, sei sie ruhiger geworden. Ausgeglichener, gelöster, geerdet - sagen andere. «Je länger man das macht, desto mehr schwappt es in den Alltag über», berichtet Sabine. Das kann Führes nur bestätigen. «Ich bin geduldiger geworden und gelassener, auch in der Familie», sagt die 43-Jährige. «Ich treffe Entscheidungen bewusster und bin körperlich beweglicher, durchlässiger als vor 15 Jahren.»
2005 hatte sie die Ausbildung zur Lehrerin begonnen, unterrichtet inzwischen neben dem Dienstagskurs des Familienzentrums Zirndorf auch private Kurse. Ihre Yoga-Richtung - die sich an Sri. T. Krischnamacharya und seinem Sohn Desikachar orientiert - verbindet Atemtechnik und fließende Bewegungen. Alle Übungen bauen aufeinander auf: schrittweise, achtsam und absichtsvoll.
Mehr als 2500 Jahre Praxis liegen ihnen zu Grunde, entwickelt hat sich Yoga aus der indischen Philosophie. Danach gehen im Yoga die körperliche Bewegung, der Atem und verschiedene Meditationstechniken eine heilsame Verbindung ein. Sie soll - im Idealfall - den stets unruhigen Geist sammeln und den Körper ins Gleichgewicht bringen. Die Yoga-Richtungen setzen unterschiedliche Schwerpunkte, doch die reine Lehre - so viel ist den Lehrenden klar - muss den Bedürfnissen und Fähigkeiten westeuropäischer Menschen angepasst werden.
Die Theorie - streckenweise auch für Erwachsene zu kompliziert - lässt zum Beispiel Ute Heßler-Klug beim Kinderyoga gleich weg. Stattdessen knüpft sie in der Lebenswelt der Kleinen an. Gerade ist im VHS-Kurs der Teich zum Thema geworden: Unter einer Decke fischen Emma, Jule, Celine, die beiden Hannas und Erin Fingerpuppen hervor.
Ein Rabe ist dabei, der sich ganz flach auf den Bauch legt, bevor er die Arme wie Flügel nach oben streckt. Oder der Storch, der auf einem Bein steht und mit den Armen wie mit einem Schnabel klappert. Anschaulich soll Kinderyoga sein, es muss dem Bewegungsdrang der Fünf- bis Achtjährigen entgegenkommen und darf sie nicht langweilen. Deshalb wiederholen sie im Kindergarten an der John-F.-Kennedy-Straße jede Übung höchstens zwei Mal.
Weil Kinder aber Rituale lieben und Reime sowieso, sprechen alle begeistert mit: «Hallo, hallo, hallöchen, wir wackeln mit dem Pöchen. Wir wackeln mit den Füßen, so woll’n wir uns begrüßen», heißt es zu Beginn. Oder «die Lotusblüte schläft im See, da schwimmt herbei die Wasserfee».
Ohne Leistungsdruck
Das lenkt die Gedanken, steigert die Merkfähigkeit und schult die Körperwahrnehmung - auf spielerische Art und Weise. Denn eines will Ute Heßler-Klug keinesfalls: Dass Kinder, die schon in der Schule und im Sport unter Leistungsdruck stehen, die Yoga-Stunde als weiteren Stress erleben. Statt beispielsweise Atemübungen zu machen, blubbern sie dann mit Strohhalm im Wasserglas.
Yoga, ist die 48-Jährige überzeugt, ist für alle gut. Für Schwangere, für junge Mütter mit Babys, für Kinder und für die Sozialpädagogen, die Heßler-Klug in Nürnberg ausbildet. Selbst berufsgestresste Männer kommen langsam auf den Geschmack, beziehungsweise auf die Matte. Und lernen, dass Konkurrenz nicht alles ist.
Fürther Nachrichten Gabi Pfeiffer (Text), Hans–joachim Winckler und Thomas Scherer (Fotos)
9.5.2009
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Baby- und Kindertrödelmärkte
ZIRNDORF - Am Samstag, den 6. März 2010 von 10 bis 12 Uhr findet wieder der etwas andere Kinderkleiderbazar des Kindergartens mittendrin in Zirndorf im Pinder Park statt. Annahme: Freitag 5. 3. von 14-16 Uhr, Verkauf: Samstag 6.3. von 10-12 Uhr, Rückgabe und Auszahlung: Samstag, 6. 3. von 17-18 Uhr. Die angelieferten Stücke werden vom Team sortiert und in verschiedenen Bereichen nach Größen getrennt präsentiert. Diesmal steht gut erhaltene Frühjahrs- und Sommermode der Größen 50-140 im Mittelpunkt. Daneben Bücher, CDs für Kinder, Kinderwagen, -autositze, sowie -fahrzeuge (Roller, Puppenwagen, Großspielwaren). Kleiderlisten können für 2 Euro ab Dienstag, 9. 2. 2010 vormittags im Büro des Familienzentrums abgeholt werden.
Achtung: Die Anzahl der Listen ist begrenzt. 20% des Umsatzes werden zugunsten des Kindergartens mittendrin einbehalten. Veranstaltungsort ist der Kindergarten mittendrin, Luise-Rinser- Str. 2 im Pinder Park in Zirndorf.
Der Lokalanzeiger - Ausgabe Stadt Zirndorf - 5.2.2010
Spende für Familienzentrum
Neue Wege ging die CSU Zirndorf in diesem Jahr: So verzichtete sie auf die traditionelle Plakatierung mit den Weihnachts- und Neujahrswünschen für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Zirndorf und spendete den für diese Aktion vorgesehenen Betrag in Höhe von 200,-- Euro an daFamilienzentrum in Zirndorf.
Ortsvorsitzender und Bezirksrat Michael Maderer übergab in Begleitung des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Günther Keller und Margit Boscher, den Scheck an die Geschäftsführerin des Familienzentrums Gabi Bohrer.
Der Lokalanzeiger - Ausgabe Stadt Zirndorf - 5.2.2010
Kunterbunte Faschingssause
Familienzentrum organisiert Fete für Kinder im Gemeindezentrum
ZIRNDORF (fn) — „Kinderfasching Kunterbunt“ feiern Familienzentrum (FZ) und evangelische Kirche am Wochenende gleich an zwei Tagen. Eingeladen zur großen Faschingssause am Samstag, 23. Januar, 15 bis 18 Uhr, sowie am Sonntag, 24. Januar, von 14 bis 17 Uhr sind Kinder im Alter von eins bis zwölf.
Gefeiert wird auf zwei Ebenen im evangelischen Gemeindehaus. Neben dem großen Saal, in dem getanzt, gesungen und geschunkelt wird, gibt es auch etwas ruhigere Zonen.
Ältere Kinder können an einer spannenden Rallye durchs Haus teilnehmen. Kreative vergnügen sich im Bastelraum, Aktivere in der Ballkiste. Wer möchte, darf sich gerne in der Schminkecke in ein Fabelwesen oder eine Prinzessin verwandeln lassen.
Neu ist heuer ein Raum speziell für Kinder im Alter von eins bis drei Jahren. In einer Spielzeuglandschaft mit Luftballons, Luftschlangen und bunten Bausteinen gibt es Sing- und Tanzkreise und zur vollen Stunde eine Babydisco. Außerdem schaut an beiden Tagen die Kindergarde der Cyrenesia Zirndorf beim Kinderfasching vorbei.
Karten sind täglich von 9 bis 12 Uhr im FZ und im Büro des Evangelischen Gemeindehauses zu haben, Restkarten gibt es an der Tageskasse.
Fürther Nachrichten vom 22.1.2010
Spende für den Kindergarten "mittendrin"
Große Freude herrschte kurz vor Weihnachten im Kindergarten "mittendrin" im Pinderpark als Vertreter der Hypovereinsbank eine großzügige Spende von 1500 Euro überbrachten. Als Vertreter der Bank überbrachten die Filialleiterin der Hypovereinsbank Zirndorf, Daniela Böhm, der Niederlassungsleiter für den Bereich Fürth/Ansbach, Detlef Schirm, den Spendenscheck. Die Kindergartenleiterin Karla von der Loo bedankte sich zusammen mit den Kindern mit schönen Weihnachtsliedern.
Der Lokalanzeiger - Ausgabe Stadt Zirndorf - 15.1.2010
Hotline zu Nikolaus und Pelzmärtel (Fürther Nachrichten vom 23.10.2009)
Angebot des Familienzentrums in Zirndorf ist ab sofort zu buchen
Zirndorf (fn) - Jetzt schon sollten Eltern aber auch Vereinsverantwortliche und Chefs an den 11. November, den 6. Dezember und all die anderen vorweihnachtlichen Anlässe denken. Dann nämlich haben Pelzmärtel und Nikolaus ihre großen Auftritte, beide können im Familienzentrum Zirndorf gebucht werden.
Auch heuer wieder bieten die Eltern des Kindergartens "klitzeklein" im Familienzentrum Familien, Vereinen und Firmen in und um Zirndorf ihren zeitlich flexiblen Pelzmärtel- und Nikolausdienst an. Alles, was Pelzmärtel und Nikolaus mit ihren Auftritten erwirtschaften, kommt dem Familienzenrum zugute. Wer sich für seine Kinder eine Begegnung mit dem "echten" Nikolaus wünscht oder auf der Weihnachtsfeier einen Besuch des Nikolaus, der sollte schon jetzt buchen. Interessierte können sich ab sofort, von Montag bis Freitag unter Telefon (0911) 92 31 83 76 an die Nikolaus-Hotline des Familienzentrums in Zirndorf wenden oder per Mail: nikolaus-zirndorf@arcor.de
Forum für mehr Völkerverständigung vor Ort (Fürther Nachrichten vom 23.10.2009)
Familienzentrum Zirndorf bietet internationales Café- «Wir haben wenig Erfahrung, aber viel guten Willen»
ZIRNDORF - Während nach der Migrantenschelte von Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin auf Bundesebene die Diskussion um die Integrationspolitik voll entbrannt ist, setzt das Familienzentrum (FZ) an der Basis an. Im Rahmen der Angebote im offenen Treff an der Bahnhofstraße 35 gibt es jetzt immer mittwochs von 15.30 bis 17.30 Uhr ein internationales Frauen-Café. Die beiden ehrenamtlichen FZ-Mitarbeiterinnen Elena Becker und Renate Schiener betreuen mit FZ-Geschäftsführerin Gabi Bohrer den Treff.
Wie ist das Forum für mehr Völkerverständigung vor Ort entstanden?
Bohrer: Den Anstoß, mehr für die Eingliederung der Ausländerinnen in Zirndorf zu tun, gab ein Besuch der Teilnehmerinnen des VHS-Integrationskurses, den auch Elena Becker absolviert hat. Nach einem Jahr, in dem die Teilnehmerinnen miteinander Deutsch gelernt hatten, sagten alle, dass sie Lust hätten, in Kontakt zu bleiben und es sehr schön fänden, wenn es einen Treffpunkt gäbe.
Nähere Infos zum FZ-Programm finden sich unter www.familienzentrum-zirndorf.de
Wenn Sie den ganzen Artikel lesen wollen, klicken Sie bitte hier: http://fln.fuerther-nachrichten.de/artikel.asp?art=1109112&kat=239
Spende für Familienzentrum
Anlässlich der Neueröffnung ihrer Filiale im Fachmarktzentrum an der Rothenburger Straße in Zirndorf hat die Fa. ebl Naturkost dem Familienzentrum Zirndorf einen Scheck über eine Spende von 1000 Euro übergeben. Ebl Naturkost unterstützt damit das seit einem halben Jahr laufende Projekt "Bio-Essen" in den Einrichtungen des Familienzentrums Zirndorf. Viele Kinder aus den verschiedenen Gruppen waren mit Eltern und Erzieherinnen gekommen, um die Scheck - übergabe bunt einzurahmen. Täglich werden in der eigenen Küche, motiviert durch den Anspruch "Bio - kann doch jeder!", etwa 100 Mahlzeiten für die Kinder in den Kindergärten "Klitzeklein" und "Mittendrin," in der Kleinkindbetreuung "Kuckucksnest" und der Mittagsbetreuung für Schulkinder "Elf bis zwo" zubereitet. Inzwischen werden bereits etwa 60 Prozent der Lebensmittel in Bio-Qualität eingekauft. Desweiteren achtet das Küchenteam auf die weitgehende Vermeidung von gesundheitsschädlichen Geschmacksverstärkern, Aromen, Farb- und Konservierungsstoffen sowie auf die Verwendung von saisonalem und regionalem Obst und Gemüse. Mit dem Projekt, das bei den Eltern auf große Zustimmung stößt, betont das Familienzentrum die Wichtigkeit ausgewogener, gesunder Ernährung gerade auch im Kindesalter und in der Außer-Haus-Verpflegung. Die Spende soll u.a. in die Ausstattung der Küche (Küchenmaschine mit Gemüsehobel) fließen, sie hilft allerdings auch, die höheren Kosten im Lebensmitteleinkauf etwas aufzufangen oder etwa einen Elternabend mit einer kompetenten Ernährungsberaterin zu ermöglichen. Der Vorstand und die Geschäftsführung des Familienzentrums Zirndorf war sehr erfreut über die Spende von ebl Naturkost und bedankten sich für die Unterstützung.
Der Lokalanzeiger Ausgabe Stadt Zirndorf 9.10.2009
Kleiderbazar im „mittendrin”
Am Samstag, den 24. Oktober 2009 von 10 bis 12 Uhr findet wieder der etwas andere Kinderkleiderbazar des Kindergartens mittendrin in Zirndorf/ PinderPark in der Luise-Rinser- Str. 2 statt. Annahme für den Bazar ist Freitag, 23.10. von 14-16 Uhr und der Verkauf am Samstag, 24. 10.von 10-12 Uhr. Rückgabe und Auszahlung am Sams - tag, 24.10. von 17-18 Uhr. Die angelieferten Stücke werden vom Team sortiert und in verschiedenen Bereichen nach Größen getrennt präsentiert. Diesmal steht gut erhaltene Herbst- und Wintermode der Größen 50-146 im Mittelpunkt. Daneben Umstandsmode und diesmal ganz neu: gut erhaltenes Spielzeug (CDs, Bücher, Spiele, Playmobil etc...). Kleiderlisten können für 2 E vormittags im Büro des Familienzentrums abgeholt werden. Achtung: Die Anzahl der Listen ist begrenzt. 20% des Umsatzes werden zugunsten des Kindergartens mittendrin einbehalten.
Der Lokalanzeiger Ausgabe Stadt Zirndorf 9.10.2009
Mittagsbetreuung erweitert
Die Mittagsbetreuung des Familienzentrums an der Bahnhofstraße wird erweitert. Einstimmig hat der Stadtrat im August beschlossen, im benachbarten Anwesen Bahnhofstraße 33 entsprechende Räumlichkeiten anzumieten. Zunächst war die Einrichtung von Krippengruppen in dem Anwesen geplant gewesen, doch nach einer Besichtigung konnte das Landratsamt dafür keine Genehmigung in Aussicht stellen. Jetzt wird die Kleinkindergruppe „Kukkucksnest“ in die neuen Räume umziehen, dafür kann die Mittagsbetreuung die dadurch frei werden Räumlichkeiten nutzen. An der Mittagsbetreuung in Weinzierlein wird ab September eine weitere Gruppe mit verlängerten Betreuungszeiten bis 15.30 Uhr bzw. 16.00 Uhr eingerichtet. Die Eltern von rund 25 Kindern hätten sich diese Zeiten gewünscht, die Regierung habe zugestimmt. Damit, so Bürgermeister Thomas Zwingel, stehe der Umsetzung nichts mehr im Wege.
Der Lokalanzeiger Ausgabe Stadt Zirndorf 11.9.2009
Kindergarten besucht Seniorenresidenz
Der Kindergarten „mittendrin“ ist am Freitag, den 10. Juli 2009 auf Tournee gegangen. Alle Kinder und Erzieherinnen machten sich bunt und verkleidet auf den Weg zur Seniorenresidenz in den PinderPark. Hier wurde kurzer Hand der Speisesaal ausgeräumt und in eine Bühne umgewandelt. Zum Teil hatten die Zuschauer schon Platz genommen, einige wurden noch durch dass Pflegepersonal gebracht. Die Kinder führten das Theaterstück „Der Regenbogenfisch“ nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Markus Pfister auf. Es handelt von Gefühlen, Bedürfnissen und Liebe. Im Stück spielten die Kinder Algen, Krebse, Oktopus, kleine und große Fische und natürlich den Regenbogenfisch. Am Anfang mochte der Regenbogenfisch keine Schuppe von seinem Glitzerkleid abgeben. Aber auf den Rat des Oktopus hin verteilte er alle Schuppen an die anderen Fische und wurde dadurch selbst glücklich. Zum Schluss hatte der Regenbogenfisch nur eine einzige Glitzerschuppe noch. Nicht nur die Kinder bekamen dabei vom Regenbogenfisch als Erinnerung eine Glitzerschuppe auch die Zuschauer erhielten eine Glitzerschuppe und man hatte den Eindruck, als wären alle ein wenig glücklicher geworden. Als Dankeschön erhielten die Kinder viel Applaus und von der Heimleitung einen Korb mit Obst.
Der Lokalanzeiger · Ausgabe Stadt Zirndorf 24. 7. 2009
Brauereifest am letzten Juli-Wochenende
Ein geselliges Erlebnis für Leib und Seele
Das Programm an diesem Wochenende kann sich sehen, hören und auch schmecken lassen. Auf drei Bühnen und in den Straßen bieten die Stadt Zirndorf, die St. Rochus Kirche und die Zirndofer Brauerei ein buntes Programm.
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Buntes Treiben
Die St. Rochus-Gemeinde lädt am Samstag ab 14.00 Uhr und am Sonntag ab 11.00 Uhr bis jeweils 20.00 Uhr ein, den Kirchturm zu besteigen. Für die kleinen Gäste gibt es am Samstag und Sonntag kompetente Kinderbetreuung durch das Familienzentrum Zirndorf im Kantoratsgarten.
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(Der Lokalanzeiger – Ausgabe Zirndorf, 10.7.2009)
Miniclub für aktive Kleinkinder im Alter von zwei bis drei Jahren
Cadolzburg – Das Kinderhaus in Cadolzburg hat einen „Miniclub“ eingerichtete. Dies ist ein Angebot der flexiblen Kurzzeitbetreuung für Kinder von zwei bis drei Jahren. Zwei Gruppen bestehend aus maximal zehn Kindern, treffen sich jeweils montags und donnerstags sowie mittwochs und freitags von 8.30 bis 12 Uhr unter der Leitung einer Erzieherin und einer Helferin in den Räumen des Kinderhauses an der Bauhofstraße. Kursbeginn ist September 2009.
Es wird miteinander gespielt, gesunden und gebastelt, ohne dass die Eltern dabei sind. Im Miniclub werden die Kinder optimal auf die sich unmittelbar anschließende Kindergartenzeit vorbereitet. Familien, die an einem Platz im Miniclub für das Jahr 2009/2010 interessiert sind, melden sich bitte so schnell wie möglich im Familienzentrum Zirndorf, Ansprechpartnerinnen, Frau Bohrer oder Frau Schuster, Telefonnummer 0911/600 36 46. Hier gibt es auch nähere Informationen über Beginn und Ablauf der jeweiligen Gruppe.
(Landkreismagazin 10.2009)
Neue Kurse im Kinderhaus Cadolzburg
Kurse für Mamas oder Papas mit ihren Kleinkindern ab 12 Monate bis 2 ½ Jahren.
Termine: ab 21./22./23. April 2009
Zeit: in verschiedenen Altersgruppen am Dienstag Rennmäuse (ab 2 Jahre)
von 9 bis 10.30 Uhr
- am Mittwoch und Donnerstag Springmäuse (ab ca. 18 Monaten)
von 9 bis 10.30 Uhr
- und am Dienstag und Mittwoch Krabbelmäuse (ab 12 Monate)
von 10.30 bis 12 Uhr.
Ort: Kinderhausverein e. V. Cadolzburg, Bauhofstr. 11, 90556 Cadolzburg
Gebühr: 60 €, 10 mal 90 Minuten
Kursleitung: Birgit Seyller, Erzieherin
Infos und Anmeldung ab sofort unter 09103-717807 oder unter 222.kinderhaus-cadolzburg.de
(Blauer Kurier März/April 2009)
Unternehmen im Pinderpark spenden an Kindergarten und onkologische Ambulanz
Einen stolzen Spendenbetrag von insgesamt knapp 3200 Euro übergeben die Gewerbetreibenden des Laden- und Bürogebäudes im Pinderpark am donnerstag, 2. April 2009, zum einen dem Kindergarten „mittendrin“ im Pinderpark und zum anderen dem Förderverein der onkologischen Ambulanz am Klinikum Fürth. Anlass der Spende sind Firmenjubiläen eineriger beteiligter Unternehmen, aber auch der Wunsch der Gewerbetreibenden, in der Osterzeit bedürftige Kinder und Patienten zu untersützen.
Folgende Firmen aus dem Pinderpark haben sich mit einer Spende beteiligt: Adria-Shop, Bellissima Moden, Café Ambiente, Dr. Gruber, Loos uind Metzeler, Fingers Friseure, Hipp Küchenideen, Orthopädie Müller Pentaprise, PC Garant Pure Solution, Rechtsanwälte Fau Abdel Hamid, Unternehmensberatung Kerstin Wiesner, Victoria Versicherungen Harald Bald, ein Kunde der Agentur Harald Bald und die Victoria Versicherungen Jürgen Feilke.
Des weiteren spendete die irma URS Deutschland Kinderbücher und Lernbausteine im Wert von 500,- Euro an den Kindergarten „mittendrin“.
Die Spendenaktion wurde initiiert von der Victoria Versicherung im Pinderpark.
(Der Lokalanzeiger – Ausgabe Zirndorf, 9.4.2009)
Basare und Trödelmärkte
ZIRNDORF – Am Samstag, den 7. März 2009 findet von 10.00 –12.00 Uhr wieder der etwas andere Kinderkleider-Bazar des Familienzentrums, organisiert vom Elternbeirat des Kindergartens mittendrin im PinderPark statt. Es gibt selbstgebackenen Kuchen, sowie einen tollen Verkaufs-Service für die Anbieter.
Veranstaltungsort ist der Kindergarten „mittendrin“, Luise-Riser-STr. 2 in Zirndorf, im PinderPark.
Annahme ist am Freitag, 6.3.2009, von 16.00-18.00 Uhr, Verkauf am Samstag, 7.3.2009 von 10.00-12.00 Uhr; Rückgabe und Auszahlung am Samstag, 67.3.2009 von 18.00-19.00 Uhr.
Die angelieferten Stücke werden wie in einem Kaufhaus sortiert und in verschiedenen Bereichen nach Größen und Artikel getrennt präsentiert. Diesmal steht gut erhaltene Frühjahrs- und Sommermode für Kinder der Größen 50-140 im Mittelpunkt. Daneben Umstandsmode, Kinderwagen, Kinderautositze, CDs für Kinder, Kinderbücher- und –fahrzeuge.
Kleiderlisten und nähere Informationen zum Ablauf können ab dem 9. Februar im Büro des Familenzentrums Zirndorf, Bahnhofstr. 35, 1. Stock jeweils Montag-Freitag von 8.00-12.00 Uhr abgeholt werden.
(Der Lokalanzeiger – Ausgabe Zirndorf, 06.02.2009)
Kinderfasching Kunterbunt
Am 19. Januar um 8 Uhr beginnt der Kartenvorverkauf für den Kinderfasching.
Am 7. Februar von 15 bis 18 Uhr und am 8. Febraur von 14 bis 17 Uhr gibt es zweimal im Evangelischen Gemeindehaus in Zirndorf ein kunterbuntes Programm für Kinder von 2 bis 12 Jahren.
Die Karten zum Preis von 4 E€ sind im Pfarramt und im Familienzentrum in der Bahnhofstraße 35 zu haben.
(Meine Kirche Jan./Febr. 2009)
Neue Kurse im Kinderhaus
Cadolzburg – Junge Mütter und Väter aufgepasst. Ab Januar 2009 können im Kinderhaus Cadolzburg neue Kurse belegt werden.
Babyclub, mit allen Sinnen erleben, für Babys im Aller von 3 – 12 Monate. Los geht´s ab Freitag, 16.1.2009 wöchentlich, 10 Mal 90 Minuten. Die Gebühr beträgt 60 €.
Außerdem gibt es ab 13./14.16. Januar Kurse für Mamas oder Papas mit ihren Kleinkindern ab 12 Monaten bis 2 ½ Jahren.
Wer diese Zeit mit seinem Kind genießen möchte, kommt einfach zu den Krabbel-, Spring- oder Rennmäusen ins Kinderhaus Cadolzburg.
Kursdauer 10 Mal 90 Minuten, Kursgebühr 60 Euro.
Infos unter der Telefonnummer 09103/717807 oder www.kinderhaus-cadolzburg.de
(Blauer Kurier 14.01.2009)
Warmer Geldregen für Zirndorfer Kindergärten
Soziale Verantwortung, eine Selbstverständlichkeit für die Sparkasse Fürth und ein fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie. So können auch in diesem Jahr wieder insgesamt 16 Kindergärten aus Zirndorf und Umgebung mit einem warmen Geldregen rechnen. Insgesamt werden 4.8.. Euro an die örtlichen Institutionen ausgeschüttet. Sparkassenvorstand Leopold Knorz unterstreicht den Unterschied zwischen kommunalen Geldinstituten und internationalen Großbanken: „Viele lokale Projekte könnten ohne die Hilfe der regionalen Sparkasse nicht durchgeführt werden.“ Insgesamt vergibt die Sparkasse Fürth im gesamten Landkreis dieses Jahr einen Betrag von 93.055 Euro an gemeinnützige Institutionen, Vereine und Verbände für ihre Arbeit. Mit Zuschüssen können so manche finanzielle Engpässe in den Vereinskassen ausgeglichen werden.
(Der Lokalanzeiger – Ausgabe Zirndorf, 16.01.2009)
Christbaumsammlung des Familienzentrums
Die Christbaumsammlung des Familienzentrums Zirndorf findet in Wintersdorf, Weinzierlein, Lind, Anwanden, Bronnamberg und Leichendorf statt. Die ausgedienten Bäume sollten am 10. Januar 2009 ab 8.00 Uhr gut sichtbar am Straßenrand bereit gestellt werden und werden dann im Laufe des Vormittags von Mitarbeitern und Familien des Familienszentrums sowie von Mitglieder der CSU-Süd-West für 2.- Euro pro Baum abgeholt und entsorgt.
Der Erlös ist für die Arbeit des Familienzentrums Zirndorf bestimmt.
Bei Rückfragen kann man sich gerne an Gabi Bohrer vom Familienzentrum Zirndorf, Telefon 0911/600 36 46 oder Monika Huber, Telefon 09127/9733 von der SCU Süd-West wenden.
(Der Lokalanzeiger – Ausgabe Zirndorf, 19.12.2008)
MdB Christian Schmidt liest im Kindergarten
(jos) -Im Kindergarten "mittendrin" im PinderPark gehört Vorlesen zum ganz normalen Alltag. Doch diesmal stellte sich der Aufgabe, die normalerweise von den von den Erzieherinnen übernommen wird, ein prominenter Gast: Bundestagsabgeordneter Christian Schmidt nahm die Gelegenheit war, zum bundesweiten Vorlesetag in seinem Heimat-Wahlkreis aktiv zu werden. Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung hatte den bebilderten „Geschichtenschatz für kleine Abenteurer“ und „Mein Papa ist Soldat“ nach Zirndorf mitgebracht.
Konfrontiert mit „lebhaften und aufgeweckten Kinder“, wie Schmidt gutmütig feststellte, gab der Politiker sein Bestes, um das Interesse seiner kleinen Zuhörer zu wecken. „Es ist wichtig, sich aktiv für die Lesekultur einzusetzen und schon die Kleinsten ans Lesen heranzuführen“, betonte der MdB. Doch erst als er den Kindern einen Einblick in die Illustrationen des Geschichtenbuches gewährte, waren die Kleinen wirklich Feuer und Flamme.
Beim Vorlesen kommt man im Vorschulalter ohne Bilder nicht aus, weiß auch Kindergartenleiterin Karla Hoffmann-van de Loo aus Erfahrung. Dass Kinder Vorlesen aber generell langweilig finden, wurde durch eine aktuelle Studie widerlegt: Noch 77 % der befragten Schulkinder zwischen sechs und elf Jahren finden Vorlesen toll, weil es so gemütlich sei und man etwas miteinander mache. Die repräsentative Befragung wurde von der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Stiftung Lesen zusammen mit der Deutschen Bahn in Auftrag gegeben.
Die Studie kam allerdings auch zu einem alarmierenden Ergebnis: 37 % aller Kinder zwischen vier und elf Jahren bekommen nie vorgelesen. Der bundesweite Vorlesetag, der am 20. November 2008 zum fünften Mal stattfand, ist daher sicher eine sinnvolle Initiative. Er wurde zur frühkindlichen Leseförderung von der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Stiftung Lesen ins Leben gerufen. An der Aktion beteiligen sich regelmäß9g zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Wirtschaft.
(Der Lokalanzeiger – Ausgabe Zirndorf, 05.12.2008)
Markstein für soziale Mitte im neuen Stadtteil
Zirndorf feierte Richtfest für Montessori-Kindergarten im PinderPark – Neubau soll im September startklar sein (Fürther Nachrichten vom 28.06.2006)
ZIRNDORF – Die Einladung überraschte Stadtrat Jürgen Grötsch. „Was, schon Richtfest?“, fragte er sich. Er dachte, man träfe sich zum Spatenstich, scherzte er auf der Baustelle an der Luise-Rinser-Straße. Dabei ist der Rohbau für den Kindergarten im PinderPark bereits startklar für den Innenausbau.
Jetzt feierte die Stadt als Bauherr Richtfest für die 800 000 Euro teure Investition, für die sich das Rathaus 160 000 Euro an Zuschüssen vom Freistaat erhofft. Und nachdem die Zimmerer vom Gerüst ein „dreifach Hoch auf Kinder, Architekt, Bauleut` und Bauherr“ gesprochen hatten, diskutierten Gabi Bohrer, die Vorsitzende des Familienzentrums, das den Kindergarten betreiben wird, und Karla Hoffmann-van de Loo, die Leiterin in spe, mit Architekt Jürgen Lischke und Christian Eisentraut vom städtischen Bauamt über die Farbgebung von Bodenbelägen und Türen.
Der Kindergarten ist die erste soziale Infrastruktur-Einrichtung in dem neuen Stadtteil, der da in Windeseile am westlichen Rand der Zirndorfer Innenstadt wächst. Vor allem junge Familien sind es, die sich im PinderPark ansiedeln. Deshalb hat Bürgermeister Thomas Zwingel keine Bedenken, dass sich der sechste städtische Kindergarten Zirndorfs (vier weitere gibt es in kirchlicher und einen in privater Trägerschaft) in Zeiten rückläufiger Kinderzahlen nicht füllen könnte. „In den Einrichtungen der Außenorte haben wir tatsächlich Luft. In der Kernstadt aber sind wir froh um jeden Platz“, erläutert er.
Auch angesichts der rasanten Bevölkerungsentwicklung im PinerPark erachtet Zwingel den neuen Kindergarten für dringend nötig. 1200 Menschen könnten hier in drei Jahren leben, fast halb so viele haben das eigene Heim auf dem einstigen Kasernengelände laut Makler Raoph Munck, der die Reihenhäuser im Auftrag des Investors, der Kraußverpachtungen GmbH & Co. KG (Nürnberg) seit 2004 vermarktet, schon bezogen.
Der Start für den Kindergarten hatte sich auf Grund der anhaltend frostigen Temperaturen im Frühjahr ein ums andere Mal verzögert. „Jetzt haben die Bauarbeiter aber kräftig aufgeholt“, meint Gabi Bohrer. Genauso wie Zwingel ist sie zuversichtlich, dass das Haus pünktlich zu Beginn des neuen Kindergartenjahres im September bezugsfertig ist.
So ganz klar war das bislang nicht. Weshalb die Stadt auch einen Notfallplan in der Schublade liegen hat. Im Mehrzweckraum der Sparkasse in der Siedlerstraße könnten die Buben und Mädchen vorübergehend unterkommen. „Doch diese Schublade wollen wir eigentlich nicht aufmachen“, so Zwingel.
Diese im Raum stehende Übergangslösung macht Gabi Bohrer dafür veranwortlich, dass ihr statt der angestrebten 50 Anmeldungen bis dat nur 33 vorliegen. Es gilt, drei neue Mitarbeiter zu finanzieren. „Sie werden den Zirndorfer Nachwuchs unter Maria Montessoris Prämisse „Hilf mir, es selbst zu tun“ betreuen.
Um das zu lernen, haben die Kinder in dem leicht gebogenen Pultdachbau reichlich Platz. Auf zwei Geschossen stehen 450 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. Zwei lichte Gruppenräume mit Holzbalkendecke, knapp halb so große Nebenräume, Sanitärbereich und Küche sind im Erdgeschoss untergebracht. Neben dem Mehrzweckraum ist unter dem Dach immer noch genügend Puffer, um das Haus konzeptionell zu erweitern.
Keine Rede mehr vom „Kitz“
Von einem Kindertageszentrum, kurz „Kitz“, wie es das Familienzentrum anstrebte, ist im Augenblick offizielle allerdings keine Rede mehr. „Der Stadtratsbeschluss gilt für einen Kindergarten“, stellt Zwingel klar. Nichtsdestotrotz sind für Gabi Bohrer die Pläne, das Haus ähnlich wie das Familienzentrum in der Bahnhofstraße über die Kinderbetreuung hinaus mit Kursangeboten oder einem Café für die komplette Familie zu öffnen, nicht ad acta gelegt. Nach wie vor sei angedacht, die Räume im Dachgeschoss für offene Stadtteilarbeit zu nutzen.
Den Wert einer angemessenen sozialen Infrastruktur unterstrich Thomas Rohlederer als Bohrers Stellvertreter in seinem Grußwort zum Richtfest. Er wertete das Haus als Anfang für eine „soziale Mitte des Stadtteils, damit die Kinder von klein auf dazu erzogen werden, miteinander zu leben.“
In punkto soziale Infrastruktur zeichnen sich noch zwei weitere Projekte ab: Unter Dach und Fach ist Makler Munck zufolge seit einer Woche der Vertrag mit einem privaten Altenheimbetreiber, der auf dem verbleibenden Viertel direkt am Kreisverkehr ab Oktober ein Pflegeheim bauen will. Und nächstes Jahr um diese Zeit soll der Startschuss für ein Ärztehaus fallen, das sich unmittelbar an den Kindergarten anschließt. SABINE DIETZ
28.6.2006
FÜRTHER LANDKREIS NACHRICHTEN
Zirndorfer Verein "Freundeskreis Familienzentrum" erhielt den Preis für Gemeinsinn
Der Preis für Gemeinsinn, den die Stadt Zirndorf alle zwei Jahre für ehrenamtlichen Einsatz vergibt, hat in diesem Jahr der Verein "Freundeskreis Familienzentrum" erhalten. Mit viel Engagement unterhält der Verein das Zentrum in der Bahnhofstraße 35, das nicht nur Kinderbetreuung anbietet, sondern auch Beratung, kreative Freizeitgestaltung, Vorträge für Eltern oder einfach ein lockerer Treffpunkt ist. Dafür gab es jetzt Anerkennung und 500 Euro Preisgeld.
ZIRNDORF - Ein Duft von Weihnachtsgebäck zieht durch das Treppenhaus. Immer der Nase nach geht es in den zweiten Stock des Hauses. Gerade schiebt dort eine Mitarbeiterin des Familienzentrums ein neues Blech mit Plätzchen in den Ofen.
Die Kinder aus dem "Kuckucksnest" haben mit ihren beiden Betreuerinnen fließig gebacken. Acht Kleine zwischen einem und drei Jahren spielen heute für ein paar Stunden in den Räumen des Kuckucksnests. Ihre Mütter sind mit dem großen Bruder beim Arzt, erledigen einen dringenden Einkauf oder arbeiten für ein paar Stunden pro Wochen
50 Mahlzeiten pro Tag
Weiter geschnuppert - in der Küche der ersten Etage wird Mittagessen gekocht, heute gibt es Gemüsegratin. Bis zu 50 Kinder und Erwachsene verpflegt das Familienzentrum täglich: die Mädchen und Jungen aus dem Kindergarten "klitzeklein" oder die Großen, die nach der Schule in die Mittagsbetreuung "Elfbiszwo" kommen.
Ein Stückchen weiter liegt Kaffeearoma in der Luft: Im offenen Treff steht alles für ein gemütliches Frühstück bereit . In der gut gepolsterten Spielecke können die Kleinen mit Bauklötzchen spielen, während die Mütter sich unterhalten.
Die Wohlfühlatmosphäre über drei Etagen ist dem Einsatz vieler Hände zu verdanken. 1995 wurde die Idee des Familienzentrums in Zirndorf geboren, im Frühjahr der Trägerverein dazu gegründet und im Herbst bezog das Zentrum zunächst zwei Stockwerke des Hauses in der Bahnhofstraße.
"Die Idee war von Anfang an, ein Komplettpaket für Familien anzubieten", so Thomas Rohlederer, stellvertretender Vorsitzender des Vereins. Diese Rundumversorgung für Kinder im Alter von wenigen Monaten bis zu zehn Jahre wurde durch die Gründung des Kindergartens möglich. Er zog 1998 das Erdgeschoss ein.
Seit sieben Jahren nutzen täglich rund 80 Kinder die verschiedenen Angebote des Familienzentrums, sei es Betreuung nach der Schule, der Englischkurs am Nachmittag oder den Musikgarten, eine Möglichkeit der musikalischen Frühförderung.
"Wir sind bekannt dafür, dass wir sehr flexibel sind", beschreibt Gabi Bohrer das Markenzeichen des Zentrums. Die studierte Sozialpädagogin ist nicht nur Vorsitzende des Vereins, sondern hat auch einen Mini-Job mit acht Wochenstunden im Familienzentrum. Tatsächlich aber verbringt sie jede Woche wesentlich mehr Zeit mit ihrer Arbeit für Familien. Sie ist eben flexibel. Eltern mit Erziehungsproblemen können sich an sie wenden oder sie begleitet auf dem Weg zu Ämtern, sie organisiert Feste.
Elf angestellte Mitarbeiterinnen, alle in Teilzeit, machen den flexiblen Betrieb möglich. Darunter in nicht unwichtiger Funktion Andrea Schuster, die als Kassierein des Vereins über die Finanzen und alle Gehälter wacht. Außerdem gibt es rund 40 ständig eingebundene Ehrenamtliche. 182 Mitglieder hat der Verein, der einen Teil der Finanzmittel für das Zentrum selbst aufbringen muss. Die Stadt unterstützt das Zentrum mit jährlich 5000 Euro, außerdem übernimmt sie die Miete für das Haus. Die Nebenkosten trägt der Verein selbst.
Feste als Einnahmequelle
Neben den Mitgliedsabeiträgen sind Feste eine Einnahmequelle. So war der in diesem Jahr erstmals veranstaltete Adventszauber mit kindgerechten Vorweihnachtsangeboten ein großer Erfolg. 200 Besuchern gefiel es nicht nur, sondern sie besserten auch die Finanzen auf. Nicht zuletzt unterstützen örtliche Vereine und Institutionen das Zentrum, mal gibt es Sachspenden in Form einer Waschmaschine, mal wird Most für das Familienzentrum gepresst.
"Wir sind einmalig im gesamten Landkreis", streicht Thomas Rohlederer heraus, in keiner Kommune gebe es ein vergleichbares Betreuungsangebot unter einem Hausdach. Und das Haus darf durchaus noch größer werden: Ein ausgebauter Speicher für Veranstaltungen, ein Wintergarten oder die Nutzung des Gartens, der zum Sparkassengelände gehört. Wunschzettel haben eben nicht nur Kinder.
Familienzentrum Zirndorf, Bahnhofstraße 35,
Telefon (0911) 6 00 36 46
BEATE DIETZ
3.12.2004 0:00 MEZ © FÜRTHER LANDKREIS NACHRICHTEN


